Americano: Die Geschichte
Der Legende nach entstand der Caffè Americano im Zweiten Weltkrieg in Italien. Amerikanische Soldaten fanden den italienischen Espresso zu stark und verdünnten ihn mit heißem Wasser, um ein Getränk zu erhalten, das ihrem gewohnten Drip Coffee ähnelte. Die Italiener nannten es den Amerikaner-Kaffee.
Zubereitung
- Espresso: Einen doppelten Shot (ca. 36–40 ml) in eine große Tasse ziehen
- Heißes Wasser: 120–180 ml heißes Wasser (nicht kochend, ca. 80–85 °C) hinzufügen
- Reihenfolge: Espresso zuerst, dann Wasser = Crema bleibt teilweise erhalten. Wasser zuerst, dann Espresso (Long Black) = Crema komplett intakt
Americano vs. Filterkaffee
Obwohl sie ähnlich aussehen, schmecken Americano und Filterkaffee unterschiedlich:
- Americano: Espresso-Basis — kräftiger, weniger Säure, Röstaromen dominant, leicht bitter
- Filterkaffee: Langsame Perkolation — mehr Klarheit, mehr Säure, mehr Terroir-Charakter
Keiner ist besser — es sind zwei verschiedene Geschmacksprofile aus derselben Bohne.
Varianten
- Long Black: Die australisch-neuseeländische Version — Wasser zuerst, Espresso obendrauf. Crema bleibt komplett erhalten
- Iced Americano: Espresso + kaltes Wasser + Eis — perfekt im Sommer
- Red Eye: Filterkaffee + ein Shot Espresso — für doppelten Koffein-Kick